Hm. Schreibt man jetzt etwas zum Freitod vom Enke dann macht man sich mit dem Pack gemein. Schreibt man nix, dann überlässt man dem Pack das Feld. Wie immer.
Ich hatte mal einen Freund mit Depressionen. Der hatte “das” versteckt, vor jedem nur nicht vor mir. Ok, dafür hat man ja Freunde. Blöd nur das wir beide erst 14 waren und er zudem entdeckte das er auf Jungs steht. Das war ein Quentchen zuviel, eine tödliche Mischung. Für ihn.
Das ist 25 Jahre her.
Erst.
Für mich ist dieser eine Tag sehr prägend gewesen und mit der Grund warum ich so bin wie ich heute bin.
Also: wenn ich irgendeinen von diesen Medienfuzzys in die Finger bekomme werde ich ihm meine Meinung sagen. Oder eher zeigen. Ich verstehe keinen Spaß. Nicht bei diesem Thema. Keine einzige Zeile, kein einziger Kommentar wurde bisher dem Thema gerecht. Zumindest von den Medien die ich bisher vor der Linse hatte. Diese Betroffenheits-Choose kotzt mich an.
Nachtrag: Widerlich.
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Ach, auch in der Berichterstattung gibt es kein reines Schwarz und kein reines Weiß. Schon gar nicht bei diesem Thema.
Die Familie von Enke hat sich ausgebeten, nach der öffentlichen Trauerfeier, die Beerdigung für sich im stillen vornehmen zu dürfen. Das Medium, das es auch nur wagen sollte, ein einziges Foto von diesem Moment zu zeigen, bekommt von mir einen gepfefferten Leserbrief.

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