Nu denn. Nachfolgend der Versuch mein Menü zu erklären. Nehmt es mir nicht übel wenn Gramm-Angaben und dergleichen fehlen – ich koche nie nach Kochbuch. Ich kann es einfach nicht!
Ok, ich hatte zwar deutlich mehr Zeit mir zu überlegen was man denn aus den Zutaten so machen könnte. Aber das heisst ja nicht das mir etwas entsprechendes eingefallen wäre.. Ich habe mich dann für einen Braten entschieden, der macht zwar dann fototechnisch nicht allzuviel her – aber meine 5 4 Gäste werden satt.
Erst musste ich mal den das ganze Gerödel zusammensuchen… Seht selbst:
1. Gang “Stein & Thun lungern am Grapefruit-Tümpel!”
Man nehme Steinbeißer, Thunfisch, Gelantine, Salz, Pfeffer, Wein, Lorbeer, Nelke, Pfefferkörner, den Saft einer Grapefruit, Öl, einen milden weißen Essig, einen großen Löffel Senf, Zucker und ein paar Tropfen Balsamico…
Wein mit Lorbeerblättern, Salz und Peffer aufkochen und redzuieren, die bereits in kaltem Wasser eingeweichte Gelantine kurz mitköcheln. Dann beiseite stellen und etwas abkühlen lassen…

Den Fisch (Steinbeisser und Thunfisch. Einkaufspreis 7, 98€)…

… jeweils in fünf Stücke schneiden, salzen, pfeffern, zuerst den Thunfisch, anschliessend den Steinbeißer anbraten. der Kern sollte noch leicht glasig sein…

… den warmen Fisch mit der mittlerweile etwas festeren Gelantine bedecken. Ziel ist es einen Huch von Lorbeer & Glanz auf den Fisch zu bekommen ….
… nun schnell Öl und Essig, Senf, den Saft der Grapefruit, etwas Zucker vermischen und aufschäumen…

… und anrichten. Das Schäumchen hat die Eigenschaft schnell auszuflocken. Der Fisch sollte nicht mehr heiss sein und trödeln sollte man auch nicht.

2. Gang ” Roastiges Beef badet in Balsamicoreduktion während die Möhren und Kartoffeln in Reih´ und Glied liegen um etwas Quittensoße abzubekommen!”
Man nehme ein Rindvieh – genauer gesagt 2 kg Roastbeef. Kostenpunkt war hier 29€. Budget also insgesamt leicht überzogen (aber es könnten durchaus noch zwei Esser dazukommen..). Weiterhin nehme man Butterschmalz, Möhren, Kartoffeln, Petersilenwurzel, Zwiebeln, Sellerie, Fenchel, Thymian, Oregano, Majoran, Knoblauch, Gewürze, die ausgekratzte Vanilleschote der Nachspeise,
Den Ofen auf 230° vorheizen, den Oberflächen-Grill anwerfen und den Bäter darin vorheizen. Das Fleisch mit Salz und Pfeffer einreiben…

… mit flüssigen Butterschmalz übergießen, dann 10 Minuten von jeder Seite “anbraten”. Anschließend die Hitze auf 80° reduzieren und den Braten zunächst drei Stunden in Ruhe lassen…
Nun hat man viiiiiiiel Zeit um das Gemüse von “so”…

… nach “so” zu bearbeiten…

Was macht der Braten?

Nach drei Stunden das Wurzelgemüse mit den Kräutern und ein wenig Salz und Pfeffer in den Bräter geben. Den Braten ober drauf und das ganze nochmal für 1 1/2 Stunden in den Ofen. Keine Angst, das Gemüse wird bei den Temperaturen nicht matschig. 
Nach 4 1/2 Stunden sieht das etwa so aus:

Den Braten in Alufolie packen und im Ofen warmhalten. Die Möhren rausfischen, ggf. etwas nachsalzen und beiseite stellen. Den Rest auf dem Herd stark erhitzen und mit reichlich Zucker karmelisieren. Nun eine halbe Flasche Balsamico (1/2 Liter) eingießen…

… reduzieren lassen. Anschließend mit einem Sieb Gemüße und Soße trennen. Noch mal abschmecken. Den Braten aufschneiden, Kartoffeln (die haben wir irgendwann vorher geschält und termingerecht gekocht… Kartoffeln im übrigen deshalb weil diese Soße keinen weiteren Star neben sich verträgt…) und die Möhren nebst Fleisch und Soße auf dem Teller anrichten. Ich habe dann noch etwas selbstgemachten Quittensirup über alles geträufelt. Gibt dem ganzen noch einen kleinen Tick Fruchtigkeit…

Und wenn ihr euch nicht stressen lasst, dann bekommt ihr das auch ein bisserl schöner angerichtet!
3. Gang “2.000 Kalorien und ein kleines Alibi”
Und hier kommen dann Mascapone, Vanilleschote, Rohrzucker, Sahne, Sternanis, Wein, Walnüsse, Birnen und Äpfel zum Einsatz.
Zuerst mal die Walnüsse rösten…

… diese auskühlen lassen und dann im Mörser fein mahlen. Ein paar Stückchen können ruhig drin sein… Dann schnell etwas Karamell aus Rohrzucker, Sahne, Mark der Vanilleschote und Wein (Nu! Wenn ihr einen trockenen Wein nehmt bekommt der Karamell eine leicht herbe Note) köcheln…

… den weltbesten Sahnekaramell auskühlen lassen…

Dann Mascapone mit den gemahlenen Walnüssen und wenig Karamellsirup mischen…
… und dann in Gläser füllen und kühl stellen. Dann schnell aus je zwei kleingeschnittenen Äpfel und Birnen, etwas Wein und Sternanis und ohne Zucker ein kleines Kompott Alibi kochen…

… nach dem das Kompott ausgekühlt ist, selbiges in kleine Gläser füllen und pro Glas einen Eßlöffel Karamellsirup drüber träufeln. Die Walnussecreme mit ein paar zerbröselten Amerittinis, einem Löffel Amaretto und einem Löffel Karamellsirup abrunden. Mahlzeit.

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Und Sie haben noch eingeladen zu dem feinen Schmaus….. Das sieht richtig lecker aus, Glüchwunsch!
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Ich will auch so eine Kamera, die filmen kann! ,-) Ich weiß nicht, was Du hast oder hatttest – das sieht alles sehr lecker und höchst professionell angerichtet aus! Und dieses charmante Niedrigtemperatur garen … sehr en vogue gerade! ,-)
Die Idee mit dem Fisch finde ich sehr spannend! Merke ich mich bzw. muss ich bald mal probieren.
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Na Klasse! Erst alles verbrennen lassen, um im zweiten Versuch wieder einmal aufzutrumpfen. Ich liebe es ja, zu sagen “Ich gehe mal ins Gesindehaus, um die Lebensmittel zu holen” – ich will auch so ein Extrahaus, nur gefüllt mit Holz für den Kamin und Lebensmittel, die nicht mehr in den Kühlschrank passten… Als Kochpate vom neuerdings wild und gerne kochenden Julius kann ich nur sagen: wieder einmal eine schöne KochBlogShowBlogShowKoch…

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